Stiftung

Stiftung Zwölf-Apostel-Kirche Frankenthal

1999/2000 starben 2 wohlhabende Frankenthalerinnen, die in ihrem Testament die Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde mit einem großzügigen Vermächtnis bedacht haben (Elisabeth Schembeno und Ida Bayer). Dekan Dr. Schwartz gelangte zu der Überzeugung, dass es im Interesse der Großspenderinnen sein müsse, nicht das Kapital auf einmal auszugeben, sondern dauerhaft zu erhalten, und nur die Zinsen für die im Vermächtnis angegebenen Zwecke zu verbrauchen. Er gründete mit dem erhaltenen Geld die Stiftung der ZAK und übertrug in die Satzung als Stiftungszweck die von den Spenderinnen in ihren Testamenten genannten Verwendungswünsche.

Das Stiftungskapital wurde zinsbringend angelegt. Über die Verwendung der steuerfreien Zinsen entscheidet der Stiftungsrat und überlässt dem Presbyterium, das für die unselb-ständige Stiftung als Treuhänder handelt, die Realisierung.

Die Ende 2007 verstorbene Frau Elisabeth Zissel hat die ZAK zur hälftigen Miterbin eingesetzt. In der heutigen Niedrigzinsphase freuen wir uns besonders über die von ihr geerbten BASF-Aktien und Investmentanteile. Leider dürfen wir diese lukrativen Geldanlagen nicht erwerben, da sie im Gegensatz zu Staatsanleihen immer noch nicht als mündelsicher gelten, aber als geerbtes Vermögen geben wir sie nicht mehr her.

Was haben wir bisher mit den Zuwendungen gemacht? Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass das Stiftungskapital erhalten werden muss. Nur die Erträgnisse des Kapitals, also die Zinsen und Dividenden, dürfen ausgegeben werden.

Die Zinsen für das Jahr 2001 flossen in die Außenrenovierung des Kirchengebäudes, die der Jahre 2002 und 2003 in die Erneuerung der Orgel. Mit den Zinsen 2004 bis 2007 wurden für den unteren Kirchenraum neue Sitzkissen und ein roter Läufer angeschafft. In den Jahren 2008 bis 2010 lag der Schwerpunkt bei der Finanzierung der Anlage der beiden vom Foyer aus zugänglichen Toiletten mit fast 13.000.-- €. 2011 sind auch für die Empore Sitzkissen gekauft worden. 2012 und 2013 wurden zusammen ca. 15.000.-- € für die Mikrofonanlage, für eine LED-Beleuchtung des Orgelpultes und für 60 Stühle ausgegeben, die die altersschwachen ersetzten. Sie werden vor allem bei Konzerten für die Musiker benötigt. Aus den Erträgnissen des Jahres 2014 gewähren wir einen Zuschuss von 15.000.-- € zur Sanierung von Bauschäden am/im Turm der ZAK.

Mit diesen und mit künftigen Ausgaben entlasten wir den normalen Haushalt der ZAK und geben der Gemeinde finanziellen Spielraum für immer nötiger werdende soziale Aufgaben, z.B. zur Hilfe bei Notlagen infolge Armut oder Flucht.

Weitere Zustiftungen – auch mit kleineren Summen - durch Schenkungen, Vermächtnisse oder Erbeinsetzungen sind sehr erwünscht, denn sie erhöhen das Stiftungskapital und danach die auszugebenden Zinsen.

Alle Zuwendungen fließen vollständig und ohne jeden Abzug dem Stiftungskapital zu und werden mündelsicher angelegt und verwaltet. Bei Schenkungen wird für die Steuererklärung eine Zuwendungsbescheinigung erteilt.

Bei der Einkommensteuer können (seit 1.1.2007) jährlich Zuwendungen bis zu 20 % der gesamten Einkünfte als Sonderausgaben abgezogen werden (§ 10 b Abs. I EStG). Bei Firmen beträgt die Obergrenze 4 Promille der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter. Zusätzlich zu diesen Beträgen können auf Antrag Großzuwendungen bis zu 1 Million € auf 10 Jahre verteilt abgezogen werden ((§ 10 b Abs. I a EStG).

Fragen beantwortet gern der Vorsitzende des Stiftungsrates Klaus Köhler, Bensheimer Ring
8 a, 67227 Frankenthal, Telefon: 06233/61695, Email: k-koehler@gmx.net.
Zum Stiftungsrat gehören: Frau Beate Haindl, Frau Ute Kühborth, Frau Christel Werner, Herr Konrad Erb und Herr Pfarrer Uwe Laux.