90 Jahre Protestantischer Frauenbund

Frauenbund der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde: 90-jähriges Bestehen am 1. Advent 2013

Als 1923, nach dem Ersten Weltkrieg, die Zwölf-Apostel-Kirche wieder neue Glocken bekam, trafen sich die »Frauen und Mädchen aus der Gemeinde« , wie es in einem Bericht darüber hieß, zum Binden von Kränzen und Girlanden für die neuen Glocken. Bald entstand unter den Frauen der Wunsch nach regelmäßigen weiteren Treffen. 1923 schließlich wurde der Frauenbund offiziell beim Evangelischen Frauenwerk angemeldet, als Zusammenschluss der evangelischen Frauen existiert er seit dem 1. Advent 1923. Am 1. Advent 2013 konnte Dekanin Sieglinde Ganz-Walther jetzt über 20 Frauen aus dem jetzigen Frauenbund zum 90-jährigen Jubiläum begrüßen.

Von Beginn an dienten die wöchentlichen Treffen, wie es in dem Bericht heißt, »ernster Besinnung, Belehrung, geselligem Beisammensein und christlicher Liebestätigkeit«. »Ausflüge und gemeinsames Kaffeetrinken«, so heißt es weiter, »haben den Geist der Gemeinschaft vertieft«. Weiter wird festgehalten, dass »mancher stille soziale Dienst auch vom Frauenbund schon geleistet worden« ist.

Nach wie vor ist es den Mitgliedern wichtig, sich wöchentlich zu treffen und bei Kaffee und Kuchen beisammen zu sein. Das Kirchenjahr spielt neben anderen anregenden Themen bei den Zusammenkünften eine wichtige Rolle. Gemeinsam singen die Frauen Lieder aus dem Gesangbuch und nutzen die Zeit um zu sehen, wie es den anderen geht. Auch jährliche Ausflüge waren bisher noch möglich.

Herzlich bedanken konnte sich Dekanin Sieglinde Ganz-Walther bei Frau Dr. Sabine Matthias, die den Frauenbund seit 1997 leitet und für jeden Donnerstag mit Ausnahme der Schulferien etwas vorbereitet. Sie hatte den Frauenbund von Pfarrerin Hildegunde Detroy-Heller übernommen, als diese in den Ruhestand ging. Aus der nur vorübergehenden Aufgabe ist ein dauerhaftes Engagement geworden, das aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken ist.

Der Frauenbund selbst nahm das Jubiläum zum Anlass, sich herzlich bei Bezirkskantor Eckart Mayer zu bedanken, der die Frauen jeden Donnerstag beim Singen begleitet. Weil der Frauenbund das für alles andere als selbstverständlich hält, bedankte er sich mit einer selbst gebackenen und mit Notenschlüsseln verzierten Sachertorte.