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Rückschau auf Veranstaltungen in Kirchengemeinden und Kirchenbezirk

»Adam und Eva hätte eine Erziehungsberatungsstelle gut getan«

Mit einem Gottesdienst in der Zwölf-Apostel-Kirche und einem Empfang im Dathenushaus feierte die Erziehungsberatungsstelle des Diakonischen Werks in Frankenthal heute ihr zwanzigjähriges Bestehen. »Im Prinzip hätten Adam und Eva und ihren Söhnen Kain und Abel eine Erziehungsberatungsstelle gut getan« - viel Wertschätzung für die Arbeit der Beratungsstelle klang in der Predigt von Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr durch. Heute, so Bähr, nehme die Arbeit der Erziehungsberatungsstellen zu: Es gäbe viel mehr überforderte Eltern, die mit ihrer Erzieherrolle nicht mehr zurecht kämen und auch interfamiliäre Krisen aufgrund prekärer Lebensverhältnisse sorgten dafür, dass immer mehr Familien auf die Straße der Verlierer kämen. Auch Lehrer, die mit der Art der Kinder nicht mehr zurecht kämen, würden sich an die Erziehungsberatungsstellen wenden.

»Warum haben wir nicht genügend Geld, um die Beratungsstellen zu finanzieren?« fragte sich Bähr in seiner Predigt. Allein der Gegenwert eines halben Kilometers Autobahn würde genügend, um die gesamte Arbeit des Diakonischen Werks in der Pfalz für die nächsten zwanzig Jahre zu finanzieren. Im Perspektivplan der Diakonie sei festgehalten, dass alle Stellen in Frankenthal erhalten werden sollten, weil sie einen wichtigen Beitrag dafür leisteten, Menschen die Hilfe zu geben, die sie benötigten, um selbstbestimmt und in Würde zu leben.

»Gott sei dank haben wir hier in Frankenthal ein breit gefächertes Angebot, so dass wir den Menschen das geben können, was sie brauchen, Hilfe an Körper und Seele«, konnte Dekanin Sieglinde Ganz-Walther feststellen, für die der Erhalt der beiden von Schließung bedrohten Beratungsstellen des Hauses der Diakonie in Frankenthal, der Erziehungsberatungsstelle und der Schuldnerberatung, ebenfalls eine Herzensangelegenheit ist. Im Gottesdienst bedankte sie sich ausdrücklich bei den Haupt- und Ehrenamtlichen, die die Arbeit des Hauses der Diakonie in Frankenthal tragen.

Viele positive Signale, wie Dekanin Ganz-Walter am Schluss erfreut sagen konnte, waren auch beim Empfang zu hören. So sicherte Oberbürgermeister Theo Wieder den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses der Diakonie zu: »Die Stadt Frankenthal wird auch in Zukunft an ihrer Seite stehen«.

Ansprechpartnerin für das Haus der Diakonie in Frankenthal ist Diplom-Psychologin Britta Bünder, Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche im Haus der Diakonie, Bahnhofstr. 38, 67227 Frankenthal, Telefon (06233) 3054633, E-Mail
britta.buender@diakonie-pfalz.de.