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Selbstorganisierte Netzwerke Älterer



"Viele Männer leben, als würden sie nicht älter als 60"

Zum Vortrag über Männer & Ehrenamt mit Professor Dr. Eckart Hammer von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg hatte das Protestantische Dekanat Frankenthal am 10. Februar 2015 Uhr ins Dathenushaus eingeladen.

Professor Hammer machte deutlich, dass das Alter auch mit den Jahren zu tun hat, die noch vor uns liegen. Das »dritte Lebensalter«, die Zeit von der Berufsaufgabe bis zum Alter von ca. 80 Jahren, halte dabei noch 20 oder 25 gute Jahre für uns bereit, die unsere Großeltern nicht hatten. »Alt« würde die Männer, so Hammer, vor allem der Ruhestand machen, der sie aus der aktiven Männergesellschaft entferne. Oft befürchtet, käme der Ruhestand für jeden zweiten Mann unerwartet schon vor dem 60. Lebensjahr.

Um den vier Schrecken des Alters – Einsamkeit, Sucht, Depression, Suizid – zu entkommen, sei eine ehrliche »Ruhestandsinventur« nötig. Als Wegweiser für das leben nach dem Beruf nannte er: Die späte Freiheit auskosten, Kompetenzen weitergeben, sich engagieren und früher an später denken. Im Rahmen dieser Fragen gelte es zu überlegen: »Was ist das Meine?«.

ALT definierte Professor Hammer mit den Worten »Am Leben teilhaben«. Dafür gebe es die »Gut-Altern-Formel« »Ich für mich – Ich mit anderen für mich – Ich mit anderen für andere – Andere mit andere für mich«. In seinem Vortrag nannte Professor Hammer viele Beispiel dafür, wie »Mann« diese Formel für sich umsetzen kann, nachzulesen sind sie auch in seinen Büchern »Männer altern anders« und »Das BESTE kommt noch. Männer im Unruhestand«. Unter anderem nannte er auch das Freizeit-Netzwerk »Miteinander in Frankenthal« (www.miteinander-in-ft.de) als Beispiel dafür, wie man die »Gut-Altern-Formel« für sich umsetzen könnte.

 



Miteinander in Frankenthal: Das Freizeit-Netzwerk der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde – Plattform für gemeinsame Aktivitäten und gegenseitige Hilfe

Wir sind älter und bunter geworden. Wir werden unsere Lebensqualität nur erhalten können, wenn wir Menschen aktiv an der Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens beteiligen. „Der demografische Wandel ist keine Sache, der man gemütlich vom Sofa aus zuschauen kann.“ (Prof. Klaus Dörner)

Die Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde Frankenthal begleitet den Aufbau unseres Netzwerks für Ältere „Miteinander in Frankenthal“ in Person von Gemeindediakon Joachim Sinz, Email: JSinz11263@aol.com – für ein Mehr an sozialer Solidarität und Wärme.

Wir geben einander im Rahmen einer Selbstorganisation Impulse, Energie, Gestaltungskraft, wir fördern lebendige Kommunikation und tauschen Ideen aus. Unsere Netzwerkarbeit trägt dazu bei, dass Menschen Kontakte knüpfen, gemeinsam Ideen entwickeln. Wir pflegen kulturelle und kulinarische Genüsse. Es werden Radtouren, Wanderungen, Theater-, Konzert-, Film und Museumsbesuche, Fahrten und Festivitäten, Kochevents, Häkeln und vieles mehr geplant und durchgeführt.

Ein bürgerschaftliches Engagement von freiwillig Engagierten im Überschneidungsbereich von sozialer und kultureller Arbeit. Bei uns ist das Miteinander wirklich als solches erfahrbar und erfährt so auch eine spirituelle Dimension. Spaß an gemeinsamen Aktivitäten und Freude an der Begegnung gehören dazu.

Miteinander in Frankenthal ist an keine Konfession gebunden und überparteilich. Wir sind kein Verein. Kommen Sie gerne jederzeit zur Netzwerkversammlung oder zu den Netzwerkgruppen ins Dathenushaus. Die Termine und die Ansprechpartner für die Gruppen erfahren Sie unter www.miteinander-in-ft.de und über die Netzwerk-Sprecher/in:

Barbara Blank-Hiebel, Tel. 0176/65090368, email: barbara-blank-hiebel@gmx.de und
Hans-Jürgen Wallat, Tel. 06233/3534604, email: hj.wallat@web.de.

 



Über "Miteinander in Frankenthal", das Freizeit-Netzwerk der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde, informiert die neue Website des Netzwerks: www.miteinander-in-ft.de. Dort finden sich Informationen über die Netzwerk-Aktivitäten und Gruppen – und darüber, wie Sie das Netzwerk selbst kennenlernen können.

 



Informationen über selbstorganisierte Netzwerke

Informationen über selbstorganisierte Netzwerke enthält die Seite http://spätblau.de/netzwerke/. Über das erste Netzwerk in unserer Nähe kann man sich auf der Seite des Netzwerks 55 plus Bobenheim-Roxheim informieren.

Das nachfolgende Interview mit den Netzwerkbegleiterinnen Ragnhild Geck und Johanna Geistert macht deutlich, was selbstorganisierte Netzwerke sind und wie sie funktionieren.