Ehrenamt - Helfen tut gut

Besuchsdienst-Mitarbeiter: Dank für ungezählte Besuche

Dank und Wertschätzung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in einer Kirchengemeinde konnte Dekanin Sieglinde Ganz-Walther am 16. Oktober einem Dutzend Besuchsdienst-Mitarbeitern aus dem protestantischen Dekanat aussprechen. Zum ersten Mal hatten sich Mitarbeiter aus verschiedenen Gemeinden im Dathenushaus getroffen. Moderiert wurde der Abend von der Gestalttherapeutin Sylvia Weiler.

Manche der ehrenamtlichen Mitarbeiter sind bereits 30 Jahre dabei und haben die Besuchsdienste in ihren Gemeinden mit aufgebaut. Sie machen durchweg gute Erfahrungen, auch wenn sie bei ihren Besuchen zu Geburtstagen nicht immer hereingebeten werden. Besonders in anonymeren Wohngegenden kann es passieren, dass die Besuchten sich schon an der Sprechanlage bedanken. Meistens werden die Mitarbeiter aus der Kirchengemeinde aber bereits erwartet.

Die Besuchsdienstmitarbeiter überbringen nicht nur einen Gruß ihrer Kirchengemeinde. Sie bringen viel Interesse an anderen Menschen mit und bei den Besuchen entspannt sich oft ein intensives Gespräch. Für diese Gespräche bringen die Mitarbeiter viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung mit. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Besuchten und deren Situation und es ist Raum für Schönes und weniger Schönes.

Die Gespräche sind für die Besuchsdienstmitarbeiter oft etwas auf Gegenseitigkeit. Es ist nicht immer einfach, vor einer fremden Tür zu stehen, aber Begegnungen können auch eine bereichernde Erfahrung sein. Oft haben die Besuchsdienst-Mitarbeiter den Wunsch, noch mehr tun zu können: Gerne hätten sie in ihren Gemeinden weitere Ehrenamtliche, die zum Beispiel Besuche im Krankenhaus machen könnten.

 



»Alles in allem hat das Ehrenamt in den Kirchengemeinden eine sehr gute Basis« - eine aktuelle Befragung aus der EKD

- das ist das Fazit einer Befragung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aus dem Jahr 2012, das jetzt veröffentlicht worden ist. In der evangelischen Kirche gibt es demnach rund 1,5 Millionen Ehrenamtliche, die sich durchschnittlich 14 Stunden pro Woche für ihre Kirchengemeinde engagieren. Meist übernehmen die Ehrenamtliche mehrere Aufgaben, der Durchschnitt liegt bei vier verschiedenen Bereichen. Das Engagement ist meist von längerer Dauer: 24 Prozent der Befragten sind bereits über ein Vierteljahrjundert und länger dabei, 21 Prozent sind in den letzten fünf Jahren aktiv geworden. Interessant ist auch, daß die Hälfte der Ehrenamtlichen sich auch außerhalb der Kirche engagiert und so ein gutes Bindeglied zur kommunalen Gemeinde sind. Dabei gibt es nicht »das« typische Ehrenamt. Die Ehrenamtlichen gestalten ihr Engagement nach ihren eigenen Wünschen und Fähigkeiten. Lediglich in den Bereichen Austausch, Information und Fortbildung sehen die Ehrenamtlichen Verbesserungsbedarf, an erster Stellle kommt dabei der Wunsch nach einem hauptamtlichen Ansprechpartner.

 
- das Fazit der Befragung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD



GPD: Hauptamtliche für Ehrenamtliche

Das Thema »Ehrenamt« ist einer der Schwerpunkte des Gemeindepädagogischen Dienstes (GPD) im protestantischen Dekanat. Mit der MitarbeiterInnenschulung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen der Seniorenbegleiterausbildung gibt es im GPD zwei Ausbildungen für Ehrenämter. Außerdem ist der GPD lokale Anlaufstelle für SeniorTRAINERinnen in Frankenthal. Der Flyer »GPD für Ehrenamtliche« stellt die Ansprechpartner für Ehrenamtliche im GPD vor und informoiert darüber, was der GPD für Ehrenamtliche tut.

 
- Informationen über die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und GPD



"bin dabei" - der Leitfaden Ehrenamt

Was sich im Ehrenamt grundsätzlich geändert hat - Stichworte dafür sind der Übergang vom Ehrenamt zum bürgerschaftlichen Engagement - können Sie auf der Ehrenamts-Seite des Gemeindepädagogischen Diensts nachlesen. Dort können Sie auch den Leitfaden Ehrenamt bestellen.